»Molly Monster« im Kino. Das Abenteuer Vorschul-Kinderfilm.

Programm 2016

Raum 2 – Kino   |   17:45 - 19:00 Uhr

Case Study

»Molly Monster« im Kino. Das Abenteuer Vorschul-Kinderfilm.

Die Animationsserie MOLLY MONSTER ist seit 2009 mit kurzen Episoden ein beliebter Bestandteil des SANDMÄNNCHENS. Die kleine Molly lebt mit ihren Eltern, den beiden Onkeln, vor allem aber auch mit ihrem anarchischen Lieblingsspielzeug Edison in einer aus Hügeln bestehenden Monsterwelt. Der neue Kinofilm führt Molly nun erstmals aus ihrer heimischen Umgebung hinaus in ein nicht nur längeres, sondern auch größeres Abenteuer.

In der Diskussion werden uns vor allem Fragen beschäftigen, die mit der Überführung der kurzen seriellen Form in eine kindgerechte Spielfilmlänge zusammenhängen. Spielen in der Serienwelt Alltagsprobleme die zentrale Rolle, so wird die Handlung des Spielfilms von einem außerordentlichen Ereignis ausgelöst, das für die Figur mit einer größeren Fallhöhe verbunden ist: Denn Molly bekommt ein Geschwisterchen!

Wie groß darf der damit einhergehende Spannungsbogen für das Vorschul-Zielpublikum ausgeprägt sein? Wie ist zu erreichen, dass die Aufmerksamkeit der jungen Zuschauer über eine längere Strecke erhalten bleibt? Inwieweit kann eine Genre-Zuordnung (Road-Movie) bei der Beantwortung dieser Fragen hilfreich sein?

Zugleich stellt ein Animationsprojekt für ein begrenztes Publikum auch seitens von Produktion, Finanzierung und Herausbringung eine besondere Herausforderung dar. Welche Klippen gab es auf der Strecke zwischen Stoffentwicklung und Kinostart zu umschiffen? Und inwiefern waren sie auch mit Fragen verbunden, die im engeren Sinne die Entwicklung der Filmerzählung betreffen?