Was ist schon normal? Erzählen an Normalitätsgrenzen.

Programm 2018

Raum 1   |   11:30 - 12:45 Uhr

Podiumsdiskussion

Was ist schon normal? Erzählen an Normalitätsgrenzen.

Mehr und mehr deutsche Filme wagen sich hinaus aus narrativen Standards und beschreiben Normalitäten, die sich an den Grenzen der gesellschaftlichen Norm bewegen, oder behaupten eine Normalität, die vollständig hypothetisch oder subjektiv ist. Nicht mehr nur im dafür üblichen Rahmen des Genrefilms, sondern auch im Drama, der Komödie, oder losgelöst, jenseits definierbarer Genregrenzen. Was passiert, wenn Exposition und Setting Lebenswirklichkeiten etablieren, die sich nicht am statistischen Durchschnitt orientieren, sondern das ganze Spektrum der Normalität erkunden? Welche Alternativen für Handlung, Thema, Figurengestaltung, Struktur, Erzählperspektive oder Ästhetik können so eröffnet werden? Darüber hinaus ist zu hinterfragen, ob diese Erzählmodelle neue Anforderungen an die etablierte Form des Drehbuches stellen.

Moderation: